"Kinder, wie die Zeit vergeht..."

Ich kann mich erinnern, als ob es gestern gewesen wäre, als wir uns am 15.Dezember 1986 in der Pizzeria "MAFIOSO" in Ried getroffen haben, um den VIDEOCLUB ZILLERTAL zu gründen. 9 Personen waren wir damals, 5 davon gehören heute noch dem Videoclub Zillertal an (Bernhard HAUSBERGER, Toni STEINER, Georg KRÖLL, Sigi SCHRETER und Klaus OBERHAMMER). Nie im Traum hatten wir damals daran gedacht, welche Bewegung eines Tages unseren Club erfassen würde.


Die erste Mannschaft

Alle Einzelheiten aufzuzählen, wäre wohl eine eigene Broschüre wert - allein in unserem Clublokal stapeln sich mittlerweile bereits 7 Fotoalben mit Tausenden Fotos.
Schon wieder veraltet - alles digital, mit 20.000 Fotos (2009)

Ich probiere aber dennoch einen kleinen Rückblick....
Nach kurzer Zeit der Clubgründung waren wir bereits 12 enthusiastische Filmer, die gerne zusammen kamen, um über Video zu sprechen.

"CLUBSITZUNGEN" nannten wir so etwas - mittlerweile (2009) haben wir bereits nahezu 400 derartige Abende hinter uns. Auch titulieren wir anders, es sind nämlich Clubabende daraus geworden. Wir sahen uns Filme an, diskutierten darüber und beschäftigten uns mit dem neuen Medium. Video wurde damals noch sehr belächelt - Super 8 und 16 mm-Filme hatten das Sagen. Doch bereits 4 Monate nach der Clubgründung nahm der VCZ-Obmann zum ersten Mal an einer Landesmeisterschaft teil - und machte auf Anhieb eine Goldmedaille ! "ES WAR EINMAL...", so der Titel des Filmes, der alle anderen Clubmitglieder ungeheuer motivierte.

Bei der Staatsmeisterschaft im KdKÖ in Wien kam der Film zwar nicht über eine Anerkennung hinaus - immerhin erhielt er jedoch einen Sonderpreis für einen "bemerkenswerten Videobeitrag". In der Zwischenzeit hat sich die Technik derartig rasant entwickelt, dass man sich anscheinend schon überlegt, in Zukunft für Super 8 und 16 mm-Streifen derartige Sonderpreise zu vergeben...
Spaß beiseite - der Anfang mit Video war gemacht - unser Club hatte zweifellos auf das richtige Pferd gesetzt.

Im Jahre 1988 führten wir die 1.Clubmeisterschaft durch - immerhin waren schon 12 Filme vertreten - bei der Landesmeisterschaft in Dornbirn stellten wir nicht nur 5 Medaillen, sondern sogar den Landesmeister von Tirol (sinnigerweise mit einem Super 8 Streifen...)
Ein Geschehen am Rande - damals glaubte Karin, dass eine Landesmeisterschaft sehr streng zugehen würde, weil ständig ein Arzt mit einem weißen Kittel herumgerannt war - später kamen wir drauf, dass es sich um den damaligen Juryvorsitzenden Erich RIESS handelte (auch bei unseren LM's 1997 und 2006 im Einsatz), dessen Vorliebe für weiße Kleidung mittlerweile bekannt ist.

In der Zwischenzeit war der Club ständig gewachsen - unsere Ehefrauen, aber auch unsere Kinder waren im Geschehen fest integriert. Bei den Workshops zogen wir mit "Kind und Kamera" aus, um die Schönheiten der Natur auf Video festzuhalten.
Ein Workshop fand sogar in KENYA statt - "Videosafari" in der Masai Mara - ein traumhaftes Erlebnis für alle Beteiligten. Nairobi - Mombasa - die Masai Mara und Malindi - von allem etwas in knapp 9 Tagen - schönere Osterferien konnten wir uns alle nicht vorstellen!

Kegelabend - Grillfeste - Schneide- und Vertonungsabende - im VCZ war in den folgenden Jahren allerhand los.
Später kamen Rodelabende, Kirchtagsfeste, Wanderungen und allerhand weitere "Besäufnisse" dazu.

Im Jahre 1989 organisierten wir zum ersten Mal die Landesmeisterschaft in Mayrhofen im Zillertal. Ein schöneres Veranstaltungshaus konnten wir uns nicht vorstellen - etwa 300 Besucher bei der Schlussveranstaltung waren von den Filmen begeistert - mittlerweile zählten wir schon 36 Clubmitglieder!

Nie werden wir jene erste gemeinsame Fahrt zur Staatsmeisterschaft nach Mürzzuschlag vergessen - ein ganzer Autobus voll Zillertaler machte den Abend zu einem lustigen Event. Wir hatten auch allen Grund zum Feiern . immerhin konnte der VCZ die erste Goldmedaille bei einer STM erreichen ("Die Marsrakete")!

International machten wir ebenfalls von uns reden - der oben genannte Film konnte auch bei der UNICA im Jeunesse-Bewerb die Goldmedaille holen - Bernhard Hausberger konnte beim großen Reisefilmwettbewerb des "Videomagazins" mit JAMBO KENYA den ersten Platz erreichen und wurde mit einer 9-tägigen Luxusreise nach New York und Chicago belohnt. Den absoluten Vogel schoss aber Bernhard Bliem aus Hall ab. Beim großen SAT 1-Filmwettbewerb hatte Bernhard mit seinem "Russischen Automobil" die Nase unter 2000 Einsendern vorne - 25.000 DM (!) (MARK) konnte Bernhard damals für seinen Sieg einstreifen.
Bei den Clubmeisterschaften hatten wir einen derartigen Zustrom, dass wir uns entschlossen, den Club in die Gruppen A und B zu teilen. Die "B-Mitglieder" waren alle Neuen und all diejenigen, die bei der vergangenen Landesmeisterschaft keinen Film dabei hatten - sie starteten zunächst in einer eigenen Clubmeisterschaft, wurden dort separat bewertet. Der "B-Clubmeister" war automatisch für die Landesmeisterschaft qualifiziert - außerdem hatten alle Mitglieder mehrere Wochen Zeit, um ihre Filme noch einmal zu verbessern, bevor es in die eigentliche Clubmeisterschaft ging. Die Qualität der Filme nahm dadurch stark zu - das System hat sich seit damals bewährt. Außerdem erhielt jeder Teilnehmer an einer Clubmeisterschaft den gleichen Preis - zweifellos motivierend. Darüber hinaus lässt sich der VCZ auch immer etwas Neues bei den Preisen einfallen. So gab es seit Bestehen des Clubs schon fast 700 Filme bei 22 Clubmeisterschaften - in dieser Beziehung sind wir garantiert unerreicht.
Übrigens - Gottfried SCHÖSSER aus Ried ist unser Rekordjuror, der bei 12 Clubmeisterschaften aktiv war - sein "Fundus" ist wirklich groß !

Das Jahr 1990 stand ganz im Zeichen unserer Werbekampagne für die Staatsmeisterschaft im Zillertal im darauffolgenden Jahr - die "GOLDPARADE" im Herbst im Europahaus brachte nicht nur ausgezeichnete Filme ins Europahaus, sondern auch 250 Besucher, Der komische Film "Sad emastles Nebel sed Znarf" trug mit seiner WM-Silbermedaille (Västeras-Schweden) ebenfalls zu einem immer größer werdenden Bekanntheitsgrad des VCZ bei. Übrigens - dieser Film gewann nicht nur das große internationale FUJI-Videofestival, sondern auch noch das größte Videofestival der Welt, das JVC Videofestival in Tokyo.  Eine Einladung der Firma FUJI an den VCZ brachte uns mit 50 Clubmitgliedern in die Bavaria-Filmstudios nach Geiselgasteig. VIP-Empfang mit etlichen Flaschen Sekt - eine eigene Führung - ein Mittagessen, und auch der Bus wurde von FUJI bezahlt - ein toller Tag !

Im Jahr 1991 kam es zur Wachablösung - zum "Changing of the Guards" - Helmut TUSCH übernahm zum ersten Mal den Clubmeistertitel des VCZ - "MEIN FRANZ VON ASSISI" hieß der neue Meisterfilm - die Freude stand Heli ins Gesicht geschrieben.
Aber auch für den restlichen VCZ gab es großen Grund zur Freude - 19 (!) Medaillen gab es bei der LM in Feldkirch - 9 Filme hatten sich für unsere Staatsmeisterschaft im Zillertal qualifiziert - ein seither nie mehr erreichtes Ergebnis.

Clubmeister sollte es aber dann keinen anderen mehr geben - Bernhard Hausberger erreichte mit den verschiedensten VCZ-Mitgliedern als Partner insgesamt 21 der bislang 22 vergebenen Meistertitel.

Die Staatsmeisterschaft im Mai 1991 im Zillertal war dann wirklich unser Höhepunkt - 300 Filminteressierte aus ganz Österreich kamen nach Mayrhofen. 600 Besucher konnten wir allein beim Abschlussabend am Pfingstsonntag begrüßen. Der VCZ hatte den "Heimvorteil" voll genützt - alle 9 qualifizierten Filme landeten im Medaillenrang. 2 x Gold, 4 x Silber und 3 x Bronze waren das Traumergebnis schlechthin... Erfolge spornen eben an.

Im Jahr 1992 musste die Jury 49 Filme an einem einzigen Tag über sich ergehen lassen - ebenfalls ein neuer Rekord ! Absoluter Publikumshit in diesem Jahr war zweifellos die neue VCZ-Gemeinschaftsproduktion "DER JAHRTAUSENDFUND"! Der ganze Club war "live" dabei, als es daran ging, diese Persiflage über den Ötzi auf Zillertaler Art zu präsentieren. Im Skizentrum Hochzillertal war das Gelächter über den Jahrtausendfund riesengroß. Edeltraut und Karl-Friedrich (Lu und Georg) waren waschechte "Piefkes", als sie unseren "Zilli" (Hansjörg KNAPP) aus dem Schnee buddelten.


Lu und Georg finden den Zilli...
Allein die Aktion beim Metzger Wegscheider in Kaltenbach war zum Schreien, als wir unser Schmuckstück fachgerecht untersuchten und anschließend im Tiefkühlraum lagerten.
Fachgerechte Untersuchung...
Für das perfekte Outfit der "ZILLERTAL HEUTE"-Sendung sorgte schließlich Patrick Vogel im ORF-Landesstudio in Innsbruck, als Franz KNABL als Studiosprecher die Sensation über den Äther schickte. Der Film selbst war zwar nicht überaus erfolgreich (Silber bei der Staatsmeisterschaft und den Sonderpreis für den humorvollsten Film", aber er war für das Clubgeschehen sehr wichtig und stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl ungemein.
Franz Knabl im ZILLI-Heute-Studio

Das Jahr 1992 sollte auch Entscheidendes im Clubgeschehen verändern. Bis zum Mai 1988 hatten wir 18 Abende in den verschiedensten Gasthäusern des Zillertales verbracht.
Von Mai 1988 bis zum 17.September 1992 hatten wir eine feste Bleibe im "TYROLERHOF" in Fügen. (Sitzungen Nr. 19 bis Nr. 81).

Nun sollte alles anders werden! Nachdem der Tyrolerhof (leider oder Gott sei dank?) verkauft worden war, mussten wir etwas Neues suchen. Keiner wollte uns haben - in der Zwischensaison vielleicht... aber sonst eben nicht. Durch Edi BERTOLIN wurden wir schließlich auf das Volksschulgebäude in Ried im Zillertal aufmerksam.

In Gesprächen mit dem damaligen Bürgermeister Chrysanth DANKL und mit dem jetzigen Bürgermeister Hansjörg JÄGER offerierte uns die Gemeinde Ried schließlich einen tollen Raum - mit Feuereifer machten wir uns an die Arbeit. Unterstützungen von allen Seiten - drei Tischler im Club (Hans KREUTNER, Hans LÄUGNER und Peter MOSER) - Riesenenthusiasmus... das neue Clublokal war ein Traum.


Unser Clublokal im Rohzustand

Finanziert wurde das Clublokal mit einer tollen Aktion - "CLUBSTÜHLE ZU VERKAUFEN !" - auf diese Art und Weise wurden die 35 Stühle gleich mehrfach zu einem Stückpreis von S 1.000.- verkauft.

Am Donnerstag, den 8.Oktober 1992 war es dann so weit - das Clublokal wurde eröffnet - Pfarrer Erwin Gerst segnete unser Clublokal - Bürgermeister Hansjörg JÄGER überreichte den Gemeindewimpel, auch unser Freund Hans SCHOBER war eigens aus der Schweiz angereist, um mit uns zu feiern.

80 Personen hatten sich an diesem Freudentag in unserem Clublokal versammelt, bei den Krippenfreunden im Nachbarraum stand ein Riesenbuffet unserer Damen bereit - wir werden dies wohl alles nie vergessen. Ein besonderer Dank sei aber nochmals all jenen ausgesprochen, die zur Finanzierung des Clublokales beigetragen haben und so viele Clubstühle gekauft haben. (Unsere "Clubstuhlbesitzer" sind auf einer eigenen Wand im Clublokal verewigt.)

Seit 1992 haben wir also unser Clublokal - ein paar hundert Abende haben wir seither dort verbracht - die außerordentlichen Abende wie Fortbildungen, Gerätepräsentationen, Faschingparties und dgl. gar nicht mitgerechnet.

Wir fühlen uns "sauwohl" - jawohl ! Viele haben uns schon dort besucht - die Tiroler und Vorarlberger Filmclubs, der Lions-Club, der Kiwanis-Club, das UNICA- Komitee, die EBENSEER Filmmannschaft unter der Leitung von Erich RIESS, die "Anklöpfler" - Juroren, Autoren, alle waren von der Funktionalität des Lokales einerseits und von der Gemütlichkeit andererseits begeistert!

Seither hat sich im Clubgeschehen wieder viel Neues getan - 1993 wurde Daniela KNAPP Landesmeister, 1994 wieder einmal Bernhard HAUSBERGER. Während jedoch "ALFRED-LOIUS-RENE´ UND ICH" von Daniela bei der Unica in Argentinien erfolglos blieb, kam ein Jahr später die Erfolgsmeldung aus Hradec Kralove.
Dort, wo einst die Österreicher die Schlacht von Königgrätz gegen die Deutschen verloren hatten, kehrte nun Bernhard mit einer Goldmedaille von der WM mit nach Hause.
"IT´S UP TO YOU" - ein Film über den Sextourismus in Thailand konnte eine von 5 vergebenen Goldmedaillen erringen - ein Erfolg, der völlig unerwartet und überraschend kam.

Das Jahr 1994 stand aber auch im Dienst der guten Sache - seit Mai 1994 hatten wir unsere besten Filme immer wieder in den verschiedensten Gemeinden präsentiert. Gert PLATZER - Chef der PIZZA-AIR (= kleinste Fluglinie der Welt), hatte bei all diesen Vorführungen Gutscheine für Tandemflüge gestiftet. Am 9.Oktober gingen die Österreicher wählen - einige Politiker gingen baden - wir vom VCZ gingen fliegen.
Es sollte ein Riesenerfolg werden - an die 2000 Zuschauer, über 65 hervorragend abgewickelte Flüge, ein tolles Pilotenteam und eine Super VCZ-Mannschaft! Sogar unser Wettergott Petrus hatte im Laufe des Tages mitgespielt. Das absolute Highlight der Veranstaltung war die Aktion "DON CAMILLO UND PEPPONE" - unser fliegender Hochwürden Pfarrer Erwin GERST und unser ebenfalls in die Luft gegangene Gemeindechef Hansjörg JÄGER. Der finanzielle Reingewinn konnte sich sehen lassen. Filmvorführungen und Tandemflugfest brachten stolze S 170.000.- in die Kasse, die im April 1995 zugunsten behinderter Kinder bei der BENEFIZGALA des VCZ und PIZZA-AIR im Europahaus in Mayrhofen geleert wurde. Auch der Sozialsprengel Straß, von dessen Existenz wir nichts gewusst hatten, wurde im Dezember 1995 noch einmal mit einem Geschenk bedacht. Richard HECHENBLAIKNER organisierte eine vorweihnachtliche Filmvorführung in der Pfarrkirche in Straß, der eingegangene Betrag von S 5.000.- wurde vom VCZ verdoppelt. Auf diese Art und Weise vergab der VCZ fünf Rollstühle, eine Videokamera, eine Laubsägemaschine, eine Kantenschleifmaschine, einen Gutschein über S 50.000.- für Kamera, Stativ, Videorecorder und Fernsehgerät an die Sozialsprengel, an die Lebenshilfe in Ramsau und an das neue Behindertenheim in Uderns. So konnte sich der VCZ einmal für all die Hilfe revanchieren, die er selbst seit vielen Jahren von allen Seiten genießen durfte.

Ein ganz besonderer Dank gilt diesbezüglich unserem Andy GREDLER von der Zillertaler Heimatstimme, der uns bei all unseren Aktionen tatkräftig unterstützt und für einen großen Bekanntheitsgrad des VCZ im Zillertal sorgt.

Das Jahr 1995 sollte auch auf dem LM-Sektor "in die Geschichte eingehen" - zum ersten Mal gelang dem VCZ keine LM-Goldmedaille, aber wir nahmen`s mit Gelassenheit (bei dieser 68 x 5-er Jury?). Dafür sollten dann jene eifrigen Anti_AUTOREN-JURORN auch bei der UNICA 98 im Zillertal den Jurytisch nur von weitem sehen. Dafür haben wir beim 8.OPEN AIR der SCHÜRZENJÄGER einen Film gedreht - im Hinblick auf die UNICA im Jahr 1998. Der Verkauf vom Video war ein bisschen zäh, aber der Anfang war gemacht. Im Jahr 1996 drehten wir den 2.Film "Rund ums Open Air", doch die Enttäuschung war groß. Der Obmann war in Brasilien auf Urlaub, die VCZ-Mitglieder hofften vergeblich auf den großen Kaufrausch der Fans. Unsere 1000 Videokassetten waren nicht an den HEY-MANN-FAN zu bringen. In der Zwischenzeit hatte sich aber das Video zu einem begehrten Objekt entwickelt. Auch die SCHÜRZENJÄGER selbst waren vom Video begeistert und kurbelten die Werbung in der "Hey-Mann-Zeitung" an. Ohne die Schürzenjäger wäre die UNICA nicht zu finanzieren gewesen - daher sei ein großer Dank an unsere Gönner gerichtet - auch im Jahr 1997 konnten wir mit unseren Kameras das Geschehen rund ums Open Air verfolgen, obwohl es in Walchsee stattfand.
Das Jahr 1996 brachte ein hervorragendes Abschneiden des VCZ auf allen Filmfronten - 14 Filme konnten bei der LM in Feldkirch im Medaillenrang landen - 6 davon wieder einmal die Staatsmeisterschaft in St.Pölten erreichen. Das Besondere war nicht nur der Staatsmeistertitel für Bernhard und Alfred, sondern auch die erste STM-Bronzemedaille für unser ältestes VCZ-Clubmitglied, für Hugo AUER aus Schwaz ! Ein Riesenerfolg für uns alle!

Die darauffolgende GOLD-SILBER-BRONZE-Vorführung im Europahaus mit 300 Besuchern war nicht nur ein Highlight, was den Besuch anbelangt, auch das Videobild war mit dem 1000 Lumen-Projektor so gut wie noch nie zuvor. Wie im Kino!

Lassen wir die ersten 10 Jahre noch einmal Revue passieren, fallen uns auch noch andere besondere Anlässe ein - zum einen war dies der Autorenabend vom VÖFA-Ehrenpräsidenten Werner J.LÖSCHER aus Wien, zum anderen das Lichtseminar des dreifachen Staatsmeisters Horst HUBBAUER - ebenfalls aus Wien, von denen wir sehr viel lernen konnten.

Viel hatte sich in den ersten 10 Jahren getan, viele neue Clubmitglieder sind dem VCZ beigetreten, viele haben ihn auch wieder verlassen. Schade eigentlich, da deutlich erkennbar ist, dass in der heutigen schnelllebigen Zeit das Durchhaltevermögen für ein Hobby nicht mehr so ausgeprägt ist wie früher.

Aber was soll`s - jeder ist seines eigenen Glückes Schmied - jeder muss selbst wissen, was er will oder nicht.

1996 und 1998 wurden Bernhard HAUSBERGER und Alfred OBERKOFLER Österreichische Staatsmeister mit den Filmen "Sawah und das Königsspiel" und "Die Moldau"....

Das zweite VCZ-Jahrzehnt flog ins Land - mein Gott, was wurden wir für ein alter Haufen und der Elan war immer noch nicht gebrochen...

Das Jahr 1997 war geprägt von der Landesmeisterschaft und von der Vorbereitung auf die WELTMEISTERSCHAFT im Jahr 1998. Vieles war zu tun - wir freuten uns über unsere Aufgabe und auf den guten Besuch im Zillertal bei der UNICA 98!


VCZ - Landesmeister von Tirol hatten wir in den Jahren 1988, 1989, 1990, 1994, und dann wieder
1996, 1997, 1998 und 1999....
und dann noch 2002, 2003,2004,2006,2008 und 2009....

Das Clublokal wurde mit einem 500-er Pentium Computer inklusive allem notwendigen Drum und Dran erweitert....

Alle Filme und Musik-CD's wurden in einer Excel-Tabelle für's Archiv erfasst - auch das nötige Mobiliar dazu wurde im Clublokal eingerichtet - eine Bleibe, in der man sich wirklich wohlfühlt....

Na, und das ist auch schon wieder alles lange her - 1998 organisierte der Videoclub Zillertal die wohl größte und bestbesuchte UNICA in der Geschichte der Weltmeisterschaft, zu der wir 1000 Besucher aus 40 Ländern in Mayrhofen im Zillertal begrüßen durften. Eine spontane Ehrung mit einer Goldmedaille für die weltmeisterliche Organisation unmittelbar nach der Veranstaltung hat es vorher und nachher nie mehr gegeben, im Zillertal sehr wohl. Einzig und allein Fragen hat es nach unserer UNICA immer und immer wieder gegeben: "Ja, wann ist denn wieder eine UNICA im Zillertal?"
Unsere Antwort: UNI-CA kommt von UNO und das heißt einmal, es heißt also nicht DU-OCA, ein zweites Mal wird es also leider nie geben.

Wir müssen uns nicht selbst steigern, wir müssen unsere Veranstaltung einfach so belassen, wie sie war - nämlich EINMALIG!

2006 konnten wir anlässlich der Landesmeisterschaft im Pfarrsaal in Ried im Zillertal unser 20 Jahresjubiläum feiern - ein tolles Fest für uns alle.

Ach ja, unsere Erfolge sollten im Laufe der Zeit nicht weniger werden, eher mehr.
So hat unser Club bei den insgesamt 31 zwischen 1979 bis 2009 durchgeführten LANDESMEISTERSCHAFTEN 16 x den Landesmeister gestellt, obwohl der VCZ erst seit dem Jahre 1987 offiziell daran teilnahm.

2 weitere UNICA GOLDFILME, nämlich
"EIN ETWAS ANDERES JAHR" von Karin und Bernhard HAUSBERGER (2006) für Österreich und
"BRÜCKEN BAUEN" von Bernhard HAUSBERGER (2008) für das kleine Fürstentum Liechtenstein gehören ebenfalls erwähnt, genauso wie Liechtenstein selbst, das dem VCZ-Aushängeschild Bernhard Hausberger seit dem Jahr 2004 den Start bei der Weltmeisterschaft ermöglicht und so schon für einen nicht gerade kleinen Metallverlust für den VÖFA gesorgt hat.

So hat Bernhard Hausberger allein in den fünf Jahren zwischen 2004 bis 2008 insgesamt 2 x Gold, 2 x Silber und 2 x Bronze bei der Weltmeisterschaft in Empfang nehmen dürfen, alle anderen Filmautoren von ganz Österreich zusammen nur 2 x Silber und 1 x Bronze...

Weitere Jahre gingen ins Land - und nun ist der Videoclub Zillertal schon im 23.Bestandsjahr.

2009 sollte ein ganz besonders erfolgreiches VCZ Jahr werden, zumindest, was den Auftakt bei der Clubmeisterschaft und der Landesmeisterschaft in Schwendau betraf - Fortsetzung folgt wieder einmal...

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit....

Bernhard HAUSBERGER - Obmann des VCZ      †   11. April 2009